Andere Ideen zum Vergleich von Pflegeeinrichtungen

Die Pflegenoten sollen dabei helfen den Pflegedienst oder das Altenheim zu finden, das zum Menschen passt der Hilfe braucht. Diese Problem ist nicht neu und seit Jahren gibt es immer wieder Veröffentlichungen zu dieser Frage.

Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)
- Checkliste: Die zehn wichtigsten Punkte zur Auswahl eines ambulanten Pflegedienstes (2007)pdf Logo
- Checkliste: Die zehn wichtigsten Punkte zur Auswahl eines Pflegeheims (2007) pdf Logo

Hier sind links zu einigen Konzepten:

Im Projekt Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe (EQisA) werden Alternativen in Einrichtungen des Caritasverbands erprobt und von der Uni Bielefeld wissenschaftlich untersucht. „Anders als bei den Pflegenoten wird ... das bewertet, was tatsächlich beim ... Pflegebedürftigen ankommt. Seit 2012 werden mit dem Projekt EQisA spezifische Ergebnisindikatoren in Pflegeeinrichtungen ausgewertet, zum Beispiel die Vermeidung von Stürzen mit gravierenden Folgen und Druckgeschwüren oder der Erhalt von Mobilität. Zusätzlich werden die Aktivitäten der Heimbewohner registriert und Angehörige befragt.“
Die beteiligten Einrichtungen setzen bereits heute um, was „in ähnlicher Form ab 2018 für alle stationären Pflegeeinrichtungen verpflichtend sein wird. „Unser Indikatoren–Konzept stellt die EQisA-Einrichtungen vor neue fachliche Herausforderungen“, so Dr. Klaus Wingenfeld vom IPW Bielefeld. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Engagement sie sich dem stellen und welche Verbesserungen sie damit erreichen.“
Im Sommer 2016 arbeiten bereits 229 Pflegeeinrichtungen mit mehr als 21.000 Pflegebedürftigen mit EQisA.

Altenpflege: Kooperations-Modell bleibt richtungsweisend, Pressemitteilung des Caritasverbands Köln vom 6. Juli 2016.
– EQisA–Projektseiten des Cartitasverbands Köln und der Uni Bielefeld.
Die Saarländische Pflegegesellschaft e.V. hat den "Freiwilligen Qualitätsbericht (FQB)" entwickelt. Jedes Pflegeheim im Saarland kann seinen Freiwilligen Qualitätsbericht in einer "Kurzfassung" und einer "Langfassung" für fachlich Interessierte veröffentlichen.
Die Bundesinteressenvertretung der Nutzerinnen und Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter und bei Behinderung (BIVA) e.V. mit Bundesmitteln das Projekt Heimverzeichnis gestartet. Auf freiwilliger Basis können sich Heime einer Prüfung durch Freiwillige der BIVA unterziehen. Diese Prüfungen folgen einem speziell entwickelten Katalog. Das Heimverzeichnis soll "eine Orientierungshilfe bei der Auswahl des für Sie richtigen Heims bieten, das nicht nur das für Ihren Betreuungsbedarf passende Angebot bereit hält, sondern sich auch durch Verbraucherfreundlichkeit auszeichnet." (aus der Selbstdarstellung). Geprüft wird von Ehrenamtlichen, von denen keine Vorkenntnisse in der Pflege erwartet werden. Das Engagement der Prüfenden lässt darauf hoffen, dass sie parteilich sind für die BewohnerInnen.
Die BIVA nutz für www.heimverzeichnis.de eine Liste zur Prüfung der Qualität in der Stationären Versorgung mit den drei Hauptgruppen: Autonomie, Teilhabe, Menschenwürde (März 2009) pdf Logo.
Ein wichtiges Kennzeichen von Professionalität ist die Einhaltung von Standards und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Das könnte im Heinverzeichnis weniger geleistet werden, als im System der Pflegenoten.
Beide Prüfverfahren entsprechen nicht wissenschaftlichen Ansprüchen, wird Professor Frank Weidner von epd zitiert (Nov 2010). Und für alle Noten, Siegel und Auszeichnungen gilt: Sie können nur ein Kriterium von mehreren sein, wenn es um die Entscheidung für eine Pflegeeinrichtung geht.
Eine Änderung im Detail wird aus der Pflegewissenschaft vorgeschlagen. Bisher wird bei einer Prüfung für die Pflegenoten eine Stichprobe von Altenheimgästen ausgewählt. Nur hier wird überprüft, ob in der Dokumentation das Dekubitus-Risiko erfasst wurde und angemessene Maßnahmen ergriffen wurden. Die Gruppe um Prof. Wingenfeld schlage als Verbesserung vor, die gesamte Zahl aller BewohnerInnen mit Dekubitus als Bewertungskriterium zu nutzen.
Die "Scottish Commission for the Regulation of Care" (Schottische Kommission für die Regulierung der Pflege) hat den öffentlichen Auftrag die Qualität der Arbeit der Pflegedienste zu überwachen. Mindestens jährlich, manchmal auch quartalsweise, werden Einrichtungen von jeweils einem Prüfer untersucht. Dabei wird eine Art Checkliste abgearbeitet, zu der es auch gehört Einzelgespräche mit Teammitgliedern, Pflegebedürftigen und Angehörigen zu führen. Die Berichte werden in allgemein verständlicher Sprache abgefasst und sind nur wenige Seiten lang. Sie stehen im Internet zur Verfügung.